Donnerstag, 30. Oktober 2014

Unwohl

Ich fühle mich in der neuen WG irgendwie nicht so wohl. Ich weiß nicht woran es liegt, weil eigentlich alle voll nett sind, aber die Stimmung lockert sich irgendwie nur schwer. Manchmal lernt man jemanden kennen, aber man verstellt sich die ganze Zeit vor ihm. So ist das bei mir in der WG auch. Alle sind immer so gestresst und und ich habe immer das Gefühl zu nerven, aber ich glaube es liegt eigentlich nicht an mir, sondern nur an dem Stress. Ich wohne noch nicht so lange hier, aber es bessert sich nicht und ich will deswegen die ganze Zeit in meinem Zimmer sitzen und am liebsten nich raus kommen. Ich esse nicht so viel. Ich habe mich seit ein paar Tagen nicht gewogen und ich glaube nicht, dass ich 50Kilo gehalten habe, weil ich dafür zu wenig gegessen habe. Das ist nicht gut.

Freitag, 24. Oktober 2014

Bergauf

Die WG hatte sich aufgelöst, nachdem die Mädchen ausgezogen sind und ich so schnell keinen neuen Mitbewohner gefunden hatte. Dann habe ich für ganz kurze Zeit wieder bei meiner Mutter gewohnt, was sehr schlimm und anstrengend war. Jetzt studiere ich Chemie und lebe derzeit wieder in einer WG. Es geht wieder bergauf. :)

Wer mal meine Schrift lesen will, bei der jeder Lehrer verzweifelt, bitteschön. xD


Freitag, 12. September 2014

Krank, gesund, krank, gesund, krank...

Ich glaube ich bin wieder genau so krank wie vor der Klinik, oder auf jeden Fall fast so krank wie damals.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich überhaupt mal richtig gesund werden wollte. Wohl eher nicht, denn sonst wäre ich jetzt nicht schon wieder da, wo ich schon viel zu oft war.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Zu krank fürs Studium

Meine Mutter will, dass ich noch nicht studiere, sie sagt ich soll mich noch von der Klinik erholen, weil sie findet, dass ich noch nicht ganz gesund bin. Ich will Chemie studieren. Ich wollte ja immer Arzt werden, oder Forensik studieren, aber Forensik kann man nur im Ausland studieren und Medizin ist mir irgendwie zu viel. Ich interessiere mich für Biologie und Chemie und habe mich für ein Chemie Studium entschieden. Darüber hatte ich vor kurzem mit meiner Mutter gesprochen. Ich glaube sie ist ein bisschen enttäuscht darüber, dass ich nicht Humanmedizin studiere, aber darüber hinaus ist sie der Ansicht, dass ich sowieso zu krank bin, um irgendwas zu studieren. Wie stellt sie sich das vor? Soll ich mein Leben lang in meinem WG-Zimmer hocken und warten, dass alles gut wird? Soll ich für immer als Kellner arbeiten? Ich hasse die Arbeit, ich mache sie nur, um mein Zimmer zu finanzieren. Sie war aber auch von Anfang an dagegen, dass ich überhaupt ausziehe, aber die Klinik hat mich immer darin unterstützt und sie haben mir auch dabei geholfen, dass ich den Schritt gehen kann. Sie haben zu mir gesagt, dass es sogar ohne meinen Wunsch notwendig gewesen wäre, damit ich Abstand zu ihr bekomme. Mir tut der Abstand gut. Ich merke das immer wieder, besonders wenn ich sie wieder besuche. Sie hat im Grunde genommen nichts anderes getan, als mir mein Studium auszureden. Ich kann ihre Sorgen verstehen, weil ich wieder abgenommen habe und es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass ich das unter Kontrolle habe, aber ich hungere nicht. Ich esse und ich gebe mir Mühe und sie soll das endlich mal sehen. Ich esse nur damit ich endlich studieren kann, ich will das schon so lange. Sie findet immer einen Grund. Erst war ich zu jung, dann war ich zu dünn und krank, jetzt bin ich ihr immer noch zu krank. Ich weiß nicht, ob sie jemals zufrieden wäre.

Abgesehen davon hatte ich gestern einen schönen Tag. Ich habe seit langer Zeit mal wieder was mit einem alten Freund unternommen. Seit dem ich in der Klinik war mache ich eher nichts mit Freunden. Davor hatte ich auch sehr wenig Zeit wegen meinem FSJ und in der Klinik hatte ich gar keinen Kontakt zu ihnen, außer meiner besten Freundin.

Die Mädchen mit denen ich zusammen wohne heißen Gina und Laura. Das sind die beiden Menschen, die mir gerade am nahesten stehen, ausgenommen meiner besten Freundin.
Ich war mal mit Gina in einer Klasse. Als ich vor ein paar Monaten beschlossen habe auszuziehen habe ich bei Facebook gefragt wer eine WG sucht, oder ob jemand weiß, wo ein Zimmer frei ist. Ich hatte das kaum 5 Minuten drin, da hat Gina mich schon angeschrieben und gesagt, dass sie mit einer Freundin noch eine dritte Person sucht, weil sie die Wohnung sonst nicht bezahlen können. Und tadaaa die WG wurde gegründet.
Laura kannte ich gar nicht, aber ich mochte sie von Anfang an. Ich hatte ein bisschen Angst davor sie kennenzulernen, weil ich mir überlegt habe was passiert, wenn wir uns gar nicht verstehen und dann müsste ich die Suche nochmal von Vorne beginnen. Und sie kam mir auch sehr arrogant rüber auf den ersten Blick, aber das sah Gott sei dank nur danach aus. Ich habe eigentlich keine Vorurteile, aber um manche Leute mache ich trotzdem am liebsten einen Bogen. Ich wollte auch, dass sie mich wirklich mag, schließlich müssen wir alle drei zusammen leben, aber es läuft echt super und viel besser als erwartet, obwohl ich sowieso wusste, dass es mit Gina super wird.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Angst

Ich wiege 53. Nach der Klinik wog ich 55 und ich war schon öfter bei 53 danach, aber nicht so lange wie jetzt und ich habe wieder Angst vor 55.

Ich habe richtig angst davor zuzunehmen. Außerdem vermisse ich meine beste Freundin und ich bin irgendwie einsam. Ich will jetzt endlich anfangen zu studieren. Ich habe das Gefühl nicht voran zu kommen. Ich hasse es nichts zu machen.
Ich fühle mich dann immer faul und sinnlos. Ich hasse es Abends im Bett zu liegen und zu wissen, dass man nichts sinnvolles an dem Tag gemacht hat.
Ich habe auch angst das falsche zu studieren. Ich kann mich einfach nicht entscheiden und ich habe angst es zu bereuen. Ich will unbedingt sofort das richtige machen.
Sonst verliere ich noch mehr Zeit. Ich will was gutes machen. Ich will, dass es mir Spaß macht und ich will es dann nicht nur deswegen durchziehen, weil ich es angefangen habe.
Das würde zu mir passen, weil ich nicht einfach abbrechen will.
Obwohl ich in so vielen Kliniken war, habe ich nie die Schule abgebrochen. Ich hatte mein Fsj abgebrochen, aber das war ok.
Es hat mir auch nicht viel spaß gemacht.
Ich habe irgendwie nur angst in letzter Zeit.
Ich habe Angst vorm Essen, Angst vorm Schlafen, Angst vorm Zunehmen, Angst vorm Studium, Angst vor Menschen, Angst vorm Leben.

Samstag, 21. Juni 2014

Gescheitert

Ich glaube das mit dem Essensplan ist ein bisschen schief gelaufen.
Wenn ich mir den letzten Eintrag durchlesen kann ich nicht glauben, dass ich vor zwei Monaten noch so viel gegessen habe.
Ich weiß nichtmal wie sich das wieder so entwickelt hat, aber ich bin schon wieder zuckersüchtig. Ich esse Morgens immernoch meinen Joghurt, aber mit ganz viel Zucker und Abends einen Apfel. Über den Tag verteilt Cola light und ab und zu baller ich mir ein Energy rein. MIT Zucker, ich bin doch Zuckersüchtig. Ich würde auch am liebsten richtige Cola trinken, aber das hat natürlich viel zu viele Kalorien. Zucker ist für mich wie Kaffee. Ich brauch die Energie und zum wach werden bräuchte ich eigentlich auch erstmal ein großes Glas Cola.
Die Mädchen in meiner WG wissen ja von meiner Essstörung, aber sie merken Gott sei Dank nichts. Das liegt wohl daran, dass sie fast nie hier sind und wenn sie einen Blcik in den Kühlschrank werfen, dann ist da unmengen an Energy. So viel Zucker, das trinken doch keine Essgestörten...

Donnerstag, 1. Mai 2014

Essplan

Ich glaube wenn ich nicht diesen Essplan hätte, dann würde ich mein Gewicht nicht halten können.
Ich bin nicht gesund. Ich kann nicht von diesem Plan abweichen, aber es fühlt sich an wie gesund sein, wenn man genug Kalorien essen kann und nicht mehr von jedem angestarrt wird, weil man so dünn ist.
Als ich in die Klinik gekommen bin, wog ich 40 Kilo, also sogar noch unter meinem Tiefstgewicht von davor. Meins Tiefstgewicht war immer 41,7. Mein Idealgewicht wäre über 60, also hatte ich mit 55 immer noch Untergewicht, aber immerhin hatte ich 15 Kilo zugenommen. Das war mehr als ich erwartet hatte.
Als ich in die Klinik kam hatte ich täglich 150g fettarmern Joghurt von line gegessen mit 2 TL Zucker.
Ich hatte voll das Zuckerproblem. Ich habs auch immer noch. T.T
Ich hab mich tagelang nur von Cola ernährt und wenn ich mal Joghurt gegessen habe, dann habe ich Zucker darüber gehauen, dass ich mehr Zucker, als Joghurt hatte sozusagen. Das wollten die mir in der Klinik ganz abgewöhnen, aber es fällt mir einm bisschen schwer.
Ich esse heute:

Morgens: Joghurt und einen Apfel

Nachmittags: Salat mit Fleisch und ein Stück Brot, oder eine Suppe mit einem Brötchen, oder ein Teller Nudeln mit Soße. Ich kann nicht jeden Tag Nudeln essen, weil mir Salat und Suppe leichter fällt, aber wenn ich dazu Brot esse, oder andere "normale" Beilagen, dann komme ich auf dieselbe Kalorienbilanz. :)

Abends: Eine Scheibe Schwarzbrot mit Käse und Gurken und Tomaten als Beilage.

Zwischen drin: Karotten oder manchmal auch ein Müsliriegel.

Es fällt mir ganz schwer Morgens nicht einfach wieder fettarmen Joghurt mit Zucker zu essen, Nachmittags nur den Salat ohne Fleisch und Brot und überhaupt Brot zu essen. Abends würde ich auch nur Karotten essen, oder wieder einen Joghurt essen. Aber ich habe mir den Essensplan gemacht, damit ich es eben nicht mache.
Ich denke nicht mehr jeden Tag nach was ich essen will, oder wann und ob ich überhaupt was esse, weil ich eben den Essensplan habe. Der ist festgelegt. Ich überlege mir immer am Wochenende was ich in der Woche essen will und nehme mir meistens vor, dass ich zwei mal in der Woche Nachmittags Nudeln, oder einen Pfannkuchen, oder einen Auflauf esse.

Das funktioniert auch ganz gut bis jetzt. ^_^

Mittwoch, 30. April 2014

Ich bin wieder da

Ich bin bei meiner Mutter ausgezogen.
Ich arbeite jetzt als Kellner in einem Restaurant und studiere bald.
Ich wohne jetzt in einer Mädels WG mit zwei lieben jungen Damen.
Nach meinem letzten Klinikaufenthalt wog ich 55, ich hab zwar wieder zwei Kilo abgenommen, aber ich bin nicht mehr unter 53 gefallen.
Ich habe jetzt einen geregelten Essensplan, den ich auch gut durchhalte. Meist.
Die Mädchen sind beide Studenten und sie wissen von meiner Essstörung.
Aber sie haben mich trotzdem lieb. Ich bin einfach nur froh von meiner Mutter weg zu sein.
Weg von den Männern. Weg von den Streitereien. Ich glaube ich brauchte den Abstand, damit ich wieder besser essen konnte. Zu Hause gab es zu viel Stress für mich.
Ich gebe zu, das meinten die Therapeuten.
Aber es ist ein bisschen wahr.